Schritt für Schritt zum erfolgreichen Buch – Schreib dein Buch Serie – Teil 2 – Schreibprogramme

Die ersten Schriftsteller unserer Zeit besaßen weder spezielle Schreibutensilien noch technische Schreibprogramme um sich mitzuteilen: Mit Hilfe von spitzen Gegenständen wie Knochen, Steinen oder Zähnen ritzten sie ihre Geschichten auf Wände, Felsen oder Holzelemente. Zwischen diesen ersten Schriftstellern und heute liegen natürlich Welten. 
 
Auch wenn in der Vergangenheit verschiedene Erfindungen wie z. B. Papier, Schreibfeder, Tinte, Schreibmaschine, Buchdruck usw. jedes Mal die Buchbranche erneut revolutioniert haben: Seit der Erfindung von Computer & Internet ist es auch für Dich nie einfacher gewesen ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen. 
 
Doch nicht alles ist immer einfacher – allein wenn Du in der Suchmaschine deiner Wahl nach Schreibprogramme für Autoren suchst, wirst Du mit den verschiedensten Möglichkeiten wortwörtlich erschlagen. Aus diesem Grund möchte ich mit diesem Artikel meiner Blogreihe „Schritt für Schritt zum erfolgreichen Buch“ der Frage auf den Grund gehen, ob Du überhaupt eines der speziellen Schreibprogramme für Autoren benötigst oder nicht. 

Brauchst Du ein spezielles Schreibprogramm für Autoren?

Früher oder später triffst Du im Internet, z. B. in Foren oder Social Media Gruppen, auf das Thema spezielle Schreibprogramme für Autoren und hier gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Dem einen Autor reichen einfache Textprogramme, während der Nächste auf Programme wie Papyrus schwört. Lass dich davon bitte nicht kirre machen und gerade am Anfang deiner Autoren-Karriere kann ich Dir nur Folgendes raten: Spar dir am Anfang das (viele) Geld für eines der speziellen Schreibprogramme und investiere das Geld lieber in ein Korrektorat, Lektorat oder Cover deines Buchs. 
 
Zudem, wenn Du einen Computer hast oder dir einen zum Schreiben zulegen willst: In den meisten Fällen sind Standart-Programme wie Word (Microsoft), Pages (Mac) oder OpenOffice (Linux) bereits installiert und für den Anfang vollkommen ausreichend.  Natürlich möchte ich spezielle Schreibprogramme für Autoren nicht schlecht reden, diese haben durchaus ihre Berechtigung und können vor allem bei größeren Buchprojekten unterstützend wirken. Auf die einzelnen Programme sowie meine persönlichen Pro’s und Contra’s gehe ich im zweiten Teil dieses Artikels ein.
 
Warum ich Dir trotzdem am Anfang vom Kauf eines speziellen Schreibprogrammes abrate? Im schlimmsten Fall verlierst Du bereits nach einigen Wochen das Interesse am Buch schreiben und hast dann eine spezielle Software gekauft, welche für dich kaum noch einen Nutzen hat. 

Funktionen der Schreibprogramme

Im folgenden Abschnitt erhältst Du eine kurzen Überblick, welche Funktionen Du als Autor unbedingt benötigst – unabhängig davon ob Du dein Buch als Selfpublisher oder in einem Verlag veröffentlichen willst. Diese drei Funktionen sollten deine Schreibprogramme definitiv beinhalten: 
 
♥ Seitenformat ändern
Auch wenn Du dein Buch zunächst „nur“ im Programm deiner Wahl runter tippst: Spätestens wenn Du dein fertiges Manuskript an einen Verlag schickst oder dieses als Selfpublisher auf der Plattform deiner Wahl hochladen willst, musst Du das Manuskript in einem bestimmten Format liefern bzw. hochladen. Aus diesem Grund solltest Du bei der Wahl deiner Schreib-Software unbedingt darauf achten, dass Du jederzeit problemlos das Seitenformat ändern kannst.
 
Ob Du schon von Beginn an das gewünschte Seitenformat im Dokument einstellst oder erst am Ende ist komplett deine Entscheidung. Während Julius lieber direkt sieht, wie viele „richtige“ Buchseiten er schon geschrieben hat, setzt dies Paul zu sehr unter Druck.
 
♥ Rechtschreib-Prüfung
Wenn Du Korrektorat, Lektorat und eventuelle Testleser mit deinem Manuskript nicht komplett in den Wahnsinn treiben willst, achtest Du von vornherein darauf, dass deine Schreib-Software über eine aktuelle Rechtschreibprüfung verfügt und aktivierst diese direkt beim Schreiben deines Manuskriptes. 
 
♥ Schrift formatieren
Die Schrift selber solltest Du ebenfalls formatieren können. Selbst wenn Du dein Manuskript für Buchsatz- und Layout in professionelle Hände abgibst, kannst Du für dich beim Schreiben schon Kapitelüberschriften oder Redewendungen hervorheben. 
 
Vor allem diese 3 Punkte heben hervor, warum Du am besten direkt in einem Schreibprogramm tippen solltest und z. B. nicht im Editor deines Rechners. Wenn Dir noch ein weiterer Punkt einfällt, kannst Du mir diesen gerne als Kommentar unter diesen Beitrag hinzufügen. Auf die einzelnen Funktionen einer Autoren-Schreibsoftware gehe ich im 2. Teil von diesem Beitrag genauer ein.

Notizbuch - Das Must-Have für jeden Autor

Wenn Du deine Gedanken lieber zu erst auf Papier bringst, hast Du sie sicherlich in Massen zuhause: Notizbücher in allen Formen und Farben.
 
Doch auch wenn Du dein Manuskript lieber direkt in den Computer tippst, solltest Du immer ein Notizbuch dabei haben. Mir persönlich kommen die besten Ideen grundsätzlich beim Spazieren, im Gespräch mit anderen Menschen oder Abends im Bett, wenn der Computer bereits aus ist. Damit diese Ideen nicht gleich wieder verpuffen, habe ich mir angewöhnt immer ein Notizbuch dabei oder eine entsprechende App auf dem Smartphone zu haben. 
 
Gerade Notizbuch-Apps wie z. B. evernote oder Google Notizen lassen sich mit sämtlichen Geräten verbinden. Somit hast Du deine Notizen vom Handy direkt auf dem Computer, wenn Du ihn das nächste Mal startest. In digitalen Notizbüchern lassen sich teilweise auch SprachMemos und Fotos/Screenshots wunderbar speichern, sammeln und nach Themen sortieren. 
 
Manch ein Autor soll auch schon ein ganzes Buch in evernote geschrieben haben. Hat natürlich den Vorteil, dass Du immer und überall an deinem Manuskript arbeiten kannst, allerdings musst Du es später dann noch in ein anderes Programm rüber kopieren, da sich bei evernote kein Seitenformat einstellen lässt.
 
Auf einzelne Programme, sowie deren Vor- und Nachteile gehe ich in Teil 2 des Artikels ein. Wenn Du hier noch Fragen oder Anregungen hast, würde ich mich über einen Kommentar von dir sehr freuen. 
 

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