Lektorat und Korrektorat – Schritt für Schritt zum erfolgreichen Buch – Teil 7

Dein Manuskript ist fertig? Du hast deinem Werk den letzten Schliff gegeben und Du fragst Dich wie es jetzt weitergeht? Im Prinzip stehen Dir jetzt zwei verschiedene Wege mit unterschiedlichen Möglichkeiten offen. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass Du dein Buch als Selfpublisher veröffentlichst. Oder Du schickst dein Manuskript an verschiedene Verlage. Auf die einzelnen Vor- und Nachteile als Selfpublisher bzw. Verlagsautor gehe ich im Verlauf dieser Blogreihe noch einmal genauer ein. 
 
Schritt für Schritt zum erfolgreichen Buch - Lektorat und Korrektorat
 
In jedem Fall solltest Du dein Manuskript vor der Veröffentlichung noch einmal von einem bzw. besser zwei Profis gegenlesen lassen. An dieser Stelle kommt das Lektorat und Korrektorat ins Spiel. Falls Dir der genaue Unterschied nicht bewusst ist, erfährst Du dies im kommenden Absatz. Solltest Du in einem Verlag sein, haben diese häufig ihre eigenen Lektoren und Korrektoren im Haus. Als Selfpublisher wirst Du die Suche nach einem Lektorat und Korrektorat selber bewerkstelligen müssen. Ebenso trägst Du als Autor die Kosten für diese Dienstleistung selber, während ein Verlag diese mit deiner ersten Provision verrechnet. 

Unterschiede zwischen Lektorat und Korrektorat

Vielleicht ist Dir der Unterschied zwischen einem Lektorat und dem Korrektorat gar nicht so wirklich bewusst. Daher möchte ich in diesem Absatz einmal genauer auf diesen eingehen. Solltest Du dein Buch als Selfpublisher veröffentlichen, findest Du am Ende des Beitrages noch einige Tipps und Tricks wie Du einen guten Dienstleister im Bereich Lektorat und Korrektorat findest. 
 
Ich hatte es im Laufe der Reihe schon ein paar Mal erwähnt und möchte es noch einmal tun: Investiere lieber ein paar Euro in dein Buch. Ein gutes Lektorat und Korrektorat kann dich vor richtig fiesen Rezensionen bewahren. Denn wann schreiben Leser häufiger Rezensionen? Wenn irgendetwas an einem Buch nicht stimmig ist – und all zu häufig wird leider beim Korrektorat und Lektorat gespart. 

Korrektorat: Formale Überprüfung Deines Buches

Bei einem Korrektorat richtet sich der Dienstleister auf die formale Verbesserung deines Manuskriptes. In diesem Rahmen führt ein Korrektor, die Tätigkeiten aus, die in der Umgangssprache als „Korrekturlesen“ bekannt sind. Hierbei korrigiert dieser Deinen Text auf folgende Fehler: 
 
    • Grammatik
    • Rechtschreibung
    • Ausdruck
    • Stil
    • Orthographie
    • Syntax (Satzbau)
Hierzu benötigt ein ein Korrektor ein gutes Gefühl für die Sprache. Ebenso sind Kenntnisse der aktuellen Grammatik- und Rechtschreibregeln sowie ein solider Umgang mit Texten äußerst wichtig.
Somit erledigt das Korrektorat quasi die formale Fertigstellung deines Manuskriptes. Dies dient der Grundlage für weitere Schritte wie den Satzarbeiten oder der Veröffentlichung deines Buches. 
 
Auch wenn Dein Textprogramm mit einer Rechtschreibprüfung ausgestattet ist: Lass am Ende noch einmal einen Profi gegenlesen. Die Programme können häufig den Textsinn nicht erfassen. Auch Kunstwörter, Fremdwörter und komplexe Satzkonstruktionen sind bei diesen Programmen eine häufige Fehlerquelle.

Lektorat: Rundum Betreuung & Stilistische Überarbeitung

Beim Lektorat gibt es wieder einige Unterschiede für Selfpublisher und Verlagen. Lektoren die bei einem Verlag arbeiten, begleiten Dich und Dein Buchprojekt in der Regel von der Idee bis zum druckfertigen Buch. Als Selfpublisher kannst Du diese Dienstleistung bei einem freien Lektor buchen. Über die Summen, die hier anfallen können, habe ich bereits im x. Artikel dieser Reihe geschrieben. 
 
Nun aber zum eigentlichen Sinn: Was macht ein Lektor? Während das Korrektorat sich auf die Grammatik, Rechtschreibung und den Satzbau konzentriert, fokussiert sich das Lektorat auf die Dramaturgie deiner Geschichte. In enger Zusammenarbeit mit Dir wird an den einzelnen Plots gearbeitet. Dazu werden zum Beispiel zu lange Passagen angemarkert, Dialoge geschlossen, Handlungslücken geschlossen oder an der Darstellung der Figuren gefeilt. 
 
Wie Du schon merkst, überprüft das Lektorat vor allem Folgende Aspekte deines Buches:
 
    • Ausdruck
    • Stringenz (Plausibilität deines Textes)
    • Absätze
    • Gliederung
Je nach Lektor/in übernimmt dieser auch noch die typografische Optimierung deines Textes. Alternativ hierzu kann dies jedoch auch von einem Layouter gemacht werden. Zum Layout deines Buches gehe ich in einem der nächsten Teile dieser Reihe ein. 

Wie Du einen guten Dienstleister im Bereich Korrektorat und Lektorat erkennst!

Wenn ich Dich bis hierhin von einem Lektorat und Korrektorat überzeugt habe: Finde ich klasse! Ich weiß, dass ist je nach Umfang deines Buches eine richtige „nette“ Summe, die da zusammenkommen kann. Und wie in jeder anderen Branche gibt es leider auch hier Schwarze Schafe. Daher möchte ich Dir zum Abschluss einige Tipps mitgeben, wie Du einen guten Dienstleister in diesem Bereich erkennen kannst. 
 
An erster Stelle: Höre auf dein Bauchgefühl! Egal ob Dienstleister B günstiger oder schneller ist als andere in seinem Bereich: Wenn dein Bauch dich schreiend davor warnt, suche weiter bis Du deinen passenden Partner gefunden hast. Dein Manuskript ist schließlich dein Baby! 
 
Der sicherste Weg an einen Profi zu gelangen sind Empfehlungen von anderen Autoren oder Dienstleistern. Frage befreundete Autoren oder Dienstleister, wen sie im Bereich Korrektorat und Lektorat empfehlen können. Schau bei erfolgreichen Kollegen ins Impressum. Meistens sind dort Korrektorat & Lektorat angegeben. Anschließend nimm Kontakt auf und lass dir gegebenenfalls Referenzen geben, sofern diese nicht auf der Homepage zu finden sind. 
 
Lass dich auch an dieser Stelle wieder von deinem Bauchgefühl beraten. Kommst Du mit dem Dienstleister auf einen Nenner? Habe dabei immer im Hinterkopf, dass Du unter Umständen mehrere Wochen oder gar Monate mit diesem an deinem Baby arbeitest. So ist es nicht gerade förderlich, wenn ihr euch gegenseitig nicht „riechen“ könnt. 

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